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Wiener Tuba

Die Wiener Tuba ist eine besondere Bauform der F-Tuba, die um 1870 in Wien erfunden und immer nur von wenigen Herstellern gebaut wurde. Das Instrument weist eine schlankere Form auf, hat eine engere Mensur und ein anderes Griffsystem (siehe "Naturtonreihe") als übliche F-Tuben.

Klang

Durch die engere Mensur, klingt das Instrument heller als übliche F-Tuben. Damit passt sich die Wiener Tuba perfekt in den Klang des Posaunensatzes ein. Den Wiener Orchestern wird ein hellerer, obertonreicherer Klang nachgesagt. Die längliche Bauform mit vielen geraden Rohranteilen ermöglicht außerdem ein farbenreiches Spiel. Durch diese Form wird eine große Variation an Klangfarben möglich.

Ventile

Bei der Wiener Tuba liegen die ersten drei Ventile auf der linken Seite. Drei weitere werden mit der rechten Hand bedient. Wie das F-Horn ist also auch die Wiener Konzerttuba in F ein primär linksgriffiges Instrument. Die Ventile entsprechen folgenden Intervallen:

  • 1. Ventil: ein Ganzton (1)
  • 2. Ventil: ein Halbton (2)
  • 3. Ventil: ein langer Ganzton (5)
  • 4. Ventil: eine kleine Terz (3)
  • 5. Ventil: ein langer Halbton (6)
  • 6. Ventil: eine Quarte (4)

Die Zahlen in Klammern sind die entsprechenden Ventile bei einer üblichen F-Tuba mit 4+2 Ventilen.